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Corneal Crosslinking

Der Keratokonus ist eine erblich bedingte krankhafte Veränderung der Hornhaut, die etwa 1 von 2000 Menschen betrifft. Ursächlich liegt eine Bindegewebsschwäche des Hornhautgewebes vor, die zu einer Ausdünnung und kegelartigen Verziehung sowie Trübung der sonst kugelförmigen und klaren Hornhaut führt. Die Folge ist eine kontinuierliche Sehverschlechterung durch fortschreitende Kurzsichtigkeit und Zunahme der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus), bei fortgeschrittenen Fällen können auch Schmerzen auftreten. Bild Corneales

„Corneal Crosslinking“ In jüngster Zeit wurde ein Verfahren entwickelt, welches ein Voranschreiten des Keratokonus verhindern kann. Das Verfahren nennt sich Hornhaut-Vernetzung (Corneal Crosslinking). Im geförderten Forschungsprojekt soll das neue Verfahren zum Crosslinking von menschlicher Hornhaut zunächst Patienten mit einem fortschreitenden Keratokonus zur Stabilisierung des Befundes und der Sehkraft zugute kommen und somit der Einsparung von Spenderhornhäuten dienen. Es soll überprüft werden, inwieweit das Corneale Crosslinking die gesteckten Ziele erreichen kann.

Hornhaut-Vernetzung ist es, die Stabilität der Hornhaut zu festigen. Durch eine Oberflächenbehandlung der Hornhaut lassen sich zusätzliche Verbindungen zwischen den einzelnen Kollagenfasern erzeugen, so genannte Quervernetzungen. Diese führen zu einer Erhöhung der Gesamtstabilität wodurch das Fortschreiten der Erkrankung gestoppt werden kann. Es profitieren vor allem solche Patienten, welche vor der Behandlung noch über eine gute Sehkraft verfügen. In etwa 25% der Fälle wird mit dieser neuen Methode sogar eine Verbesserung erzielt.